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Radiologinnen fördern und vernetzen
Das EMERGE-Programm, das von der Firma Boston Scientific unterstützt wird, richtet sich an Ärztinnen, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Es verbindet fachlich-klinische Weiterbildung, Kommunikationstraining und Mentoring. Über 18 Monate profitieren maximal 18 Teilnehmerinnen von der Erfahrung erfahrener ärztlicher Mentorinnen.
Charlotte, was hat Sie zur Teilnahme am EMERGE-Programm bewogen?
Charlotte Wintergerst: Mich hat die Kombination aus fachlicher Weiterbildung, persönlicher Entwicklung und internationaler Vernetzung angesprochen. Besonders wertvoll war für mich der Austausch mit Kolleginnen aus den drei Fachgebieten.
Victoria, wie ist das Programm aufgebaut?
Victoria zur Strassen: Das EMERGE-Programm verbindet fachliche Weiterbildung und praktische Inhalte mit einem Mentoringprogramm. Über 18 Monate werden die Teilnehmerinnen von erfahrenen Mentorinnen aus allen drei Fachrichtungen begleitet und tauschen sich in regelmäßigen 1:1- Videomeetings aus. Hinzu kommt ein strukturiertes Coaching zu Themen wie Kommunikation, Leadership und persönliche Weiterentwicklung. Die regelmäßigen Treffen in der Gruppe finden teilweise online, teilweise in Präsenz an verschiedenen Orten in Europa statt. Die Kosten hierfür werden durch das Förderprogramm übernommen.
Gab es Erfahrungen, die Sie in Ihren beruflichen Alltag mitgenommen haben?
Charlotte Wintergerst: Besonders profitiert habe ich vom persönlichen Austausch mit meiner Mentorin, einer erfahrenen interventionellen Radiologin aus Großbritannien, zu der ich bis heute einen sehr guten Kontakt habe. Durch ihre langjährige Erfahrung konnte sie mir viele konkrete und hilfreiche Impulse geben, sowohl für meinen klinischen Alltag als auch für meine Arbeit in der Nachwuchsförderung in der Jungen IR. Gleichzeitig hat mich die Begegnung mit so vielen engagierten und inspirierenden Kolleginnen aus verschiedenen Ländern und Fachrichtungen beeindruckt. Zu sehen, wie viele tolle Frauen die nächste Generation in der interventionellen Radiologie, Angiologie und Gefäßchirurgie mitgestalten, hat mich sehr motiviert.
Victoria zur Strassen: Das Programm hat ohne Zweifel meinen Horizont erweitert. Die fächer- und länderübergreifende Gestaltung ist eine große Bereicherung. Meine Mentorin ist eine Gefäßchirurgin aus der Schweiz. Auch wenn dies auf den ersten Blick vielleicht eine ungewöhnliche Kombination darstellt, habe ich festgestellt, dass uns dennoch oft dieselben Themen beschäftigen. Als ich mich mit konkreten Problemen an sie gewendet habe, konnte sie mir gute Ratschläge geben, da sie selbst bereits ähnliche Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht hatte.
Was würden Sie Interessentinnen mit auf den Weg geben?
Charlotte Wintergerst: Nutzen Sie die Gelegenheit! Die Verbindung aus fachlichem Austausch, Mentoring, persönlicher Entwicklung und einem starken Netzwerk macht das Programm einzigartig und schafft Impulse und Kontakte, von denen man auch langfristig profitiert.