Zertifizierung

DeGIR-Spezialist:in für minimal-invasive Schmerztherapie

Die DeGIR-Zertifizierung „Spezialist:in für minimal-invasive Schmerztherapie“ stellt eine neue Stufe-2-Zertifizierung dar und dient als strukturierter Qualifikationsnachweis für Fachärzt:innen für Radiologie mit besonderer Expertise in der interventionell-radiologischen, minimal-invasiven Schmerztherapie bei akuten und chronischen Schmerzzuständen. Ziel der Zertifizierung ist die Qualitätssicherung, Patientensicherheit sowie die Standardisierung interventionell-radiologischer schmerztherapeutischer Verfahren.

von DeGIR · 2. Februar 2026

Die Zertifizierung richtet sich an Fachärzt:innen für Radiologie mit ausgewiesener praktischer Erfahrung in interventionell-radiologischen schmerztherapeutischen Verfahren und vertieften Kenntnissen über das Facharztniveau hinaus.

Zu den zentralen Voraussetzungen zählen:

  • Mitgliedschaft in DRG und DeGIR
  • Abgeschlossene Weiterbildung zur/zum Fachärzt:in für Radiologie
  • DeGIR-Stufe-1-Zertifizierung
  • Nachweis von mindestens 100 selbstständig durchgeführten interventionell-radiologischen schmerztherapeutischen Eingriffen innerhalb der letzten 60 Monate vor Antragstellung  

Zu den anerkannten Eingriffen zählen u. a. bildgestützte Facettengelenk- und Iliosakralgelenkstherapien, periradikuläre Nervenwurzeltherapien (PRT), periphere Nerven- und Ganglionblockaden sowie weitere interventionelle Verfahren der Schmerztherapie.

Zertifizierungsweg über bestehende Qualifikationen

Anerkennung über DeGIR-Stufe-2-Module

Im Rahmen einer Übergangsregelung bis zum 31. Dezember 2026 besteht die Möglichkeit, die Zertifizierung „Spezialist:in für minimal-invasive Schmerztherapie“ anerkennen zu lassen, sofern bereits eine DeGIR-Stufe-2-Zertifizierung in den Modulen

  • A-D,
  • C oder
  • E oder F  

vorliegt und zusätzlich der Nachweis über die geforderten 100 schmerztherapeutischen Eingriffe erbracht wird. In diesem Fall ist keine zusätzliche Prüfung erforderlich.

Zertifizierungsweg über EBIR

Radiolog:innen mit einer EBIR-Zertifizierung (European Board of Interventional Radiology) verfügen bereits über einen international anerkannten Qualifikationsnachweis in der interventionellen Radiologie. Der empfohlene Weg zur Erlangung der DeGIR-Zertifizierung „Spezialist:in für minimal-invasive Schmerztherapie“ kann daher wie folgt aussehen:

  1. EBIR-Zertifizierung als Grundlage einer umfassenden interventionell-radiologischen Qualifikation
  2. Anerkennung bzw. Erwerb einer DeGIR-Stufe-2-Zertifizierung (z. B. Module A-D)
  3. Nachweis der geforderten 100 interventionell-radiologischen schmerztherapeutischen Eingriffe
  4. Antrag auf Anerkennung als DeGIR-Spezialist:in für minimal-invasive Schmerztherapie im Rahmen der Übergangsregelung bzw. nach den jeweils geltenden Regularien  

Dieser Weg trägt der hohen fachlichen Gleichwertigkeit der EBIR-Zertifizierung Rechnung und ermöglicht eine strukturierte nationale Anerkennung innerhalb des DeGIR-Zertifizierungssystems.

Verfahren

Die Antragstellung erfolgt elektronisch über die Geschäftsstelle an: zertifizierung@drg.de